Singapore is a fine city!

Abends um 21 Uhr startete ich aus Dubai in Richtung Singapore … meiner einer war schon ein wenig schläfrig und daher hab ich den Plan verfolgt, mich mit Bier … (nach einer Woche Abstinenz) … schön schläfrig zu trinken und evtl. es zu schaffen mal im Flieger ein Auge zu schließen. Es waren sicher nur Minuten aber ich war kurzweilig weggepennt, jippieh 🙂 Das mach ich jetzt immer so auf den langen internationalen Flügen, Hauptsache ich komme nicht stockbesoffen dann irgendwo an, aber hey – wer nichts riskiert … oder wie war das? Egal. Jetzt stand noch die Einreise bevor und es sollte endlich wieder geliebte Stempel geben … es handelte sich dabei um eine riesige Halle, aber gerade mal 10 Leute standen vor mir, irgendwie war dies verwunderlich … doch wie sich am Ende rausstellte, hatte alles seine Richtigkeit … eine kleines peinliches Missgeschick passierte trotzdem, ich bin an den Schalter ran und hab schön vergessen meinen Einreisezettel auszufüllen, klar das kannte ich von USA und Canada schon, aber in Dubai war es nicht notwendig und somit bin ich davon ausgegangen, dass es hier auch nicht gebraucht wird, Zettel wurden im Flieger keine ausgegeben … sehr mystisch  –  whatever! Ab zurück, fix alles eingetragen und schon hörte ich das Geräusch des Stempels in meinen Ohren –  Singapore, Baby!

Nach einem kurzen Frühstück, bestehend aus nem großen Kaffee und etwas Gebäck, ging es dann auch schon zielgerichtet zur U-Bahn. Noch fix, wie vom Hostel empfohlen, die EZ-LINK-Card gekauft, es handelte sich dabei um ein auf RFID basierenden System, um mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren zu können ohne sich mit Kleingeld rumärgern zu müssen. Das Guthaben immer wieder aufladbar und somit auch kein sinnloses bedrucken von Pappe … sehr schön, solltes überall geben sowas! „Lavender Street“ war der Name meiner Station, auch die Straße, auf welcher mein Hostel war hieß so … ich freute mich schon auf einen kurzen Marsch, der so vollbepackt, auch recht anstrengend sein kann … aber Pusteblume! … war ein ganzes Stück und entsprechend halbtot kam ich im Hostel an, mir wurde auch gleich ein Glas Wasser angeboten, man hat es mir wohl angesehen 🙂 Nach einem kleinen Power-Nap ging es dann auch gleich in die Stadt, ab nach Downtown … Atmosphäre einfangen! Angekommen, habe ich erst mal nicht schlecht gestaunt … vor einer Bank standen einige Hundert Menschen und machten Aerobic, angetrieben von einer Trainerin, welche mit Mikrofon bewaffnet vorn auf einer Bühne rumsprang, wurde erst mal als Großveranstaltung Sport gemacht … immer wieder kamen Jogger vorbei und haben sich angeschlossen … Das Ganze löste sich flashmobartig auch recht schnell wieder auf … ich konnte meinen Weg fortführen und ein paar Nachtbilder schießen, mir, auf Treppen lümmelnd, einfach die Ganzen Leute anschauen und die das Gefühl in der Fremde genießen. Die Müdigkeit kam dann recht schnell um die Ecke und somit bin ich heim und ins Bett … als die Zimmerkollegen, leicht angetrunken, nachts reingetobt kamen wurde ich etwas unsanft geweckt, die Augen gingen dann bis 4 oder 5 Uhr auch nicht mehr zu … wie ich diesen Jetlag Mist hasse!

Frühstück war inklusive und es gab Toast sowie Früchte (Melone, Drachenfrucht und Orange) so viel man wollte, dazu guten frisch gebrauten Kaffee … ein Paradies! Das Hostel war auch so an sich der Wahnsinn … schön mit Dachterrasse zum rumhängen und Leute treffen am Abend, die Angestellten total nett … die Dame von der Rezeption und auch die Managerin kenne ich jetzt sehr gut und wir saßen auch öfter mal Abends oben, haben gequatscht und paar Bierchen getrunken … Man kam sich nach ein paar Tagen schon fast heimisch vor … Selbst wenn ich nicht in Singapore bin, haben wir jetzt noch Kontakt über Facebook … macht viel Spaß so was … so sollte es sein 🙂

Singapore is a fine city! … manche fragen sich evtl wieso man das so sagt? Es liegt einfach daran, dass es in dieser Stadt soooo viele Regeln gibt, die auch noch alle mit heftigen Strafen versehen sind, wenn man erwischt wird, wie man sich nicht dran halt. Aber seht selbst:

Selbst Kaugummi kauen wird in der U-Bahn als Essen angesehen und entsprechend bestraft! Es war lange Zeit nicht einmal erlaubt im Supermarkt sich welchen zu kaufen. Das Wegwerfen einer Zigarette auf der Straße kostet 300$ und für den Besitz von mehr als 500 Gramm Gras wird man als Drogendealer hingerichtet. Alles in allem, ist es also eine sehr saubere Stadt … fast ein wenig zu sauber meiner Meinung nach … Es gibt Kameras überall, in einem Durchgang zur U-Bahnstation habe ich mal 16 gezählt (!) … man kommt sich dauerhaft leicht beobachtet vor. Aber dies ist ja nur eine Seite … und es gab noch viele andere.

Das faszinierendste war für mich aber eindeutig „Marina Bay Sand“, es handelt sich um ein riesiges Hotel / Casino, bestehend aus drei Türmen, auf welchen eine Plattform drohnt. Da oben befindet sich ein Restaurant, sowie ein Pool, welcher bis an die Kante der Plattform reicht und man kann dann einfach ins Leere runter schauen … Wahnsinns Anblick! Leider ist die Nutzung nur gestattet, wenn man Hotelgast ist … eine Nacht ging bei 250€ los … da ist mir der Gedanke dort schwimmen zu gehen dann doch eher vergangen.  Trotzdem war ich oben und habe an einer kostenlosen Tour zum Pool teilgenommen, welche mir die Nacht vorher von einem Reisenden aus Tschechland empfohlen wurde. Sehr netter Typ, er war seit 11 Monaten unterwegs und hatte seinen Weg bis nach Singapore komplett ohne Flugzeug zurück gelegt …  Oracle Datenbankspezialist aus Prag … ein wenig sah er auch so aus, jetzt stellt euch nicht Schurzi vor, sondern eher einen sehr großen, dürren Typen mit Brille 🙂 Wir haben von unseren Erlebnissen und Plänen erzählt, noch einen Schweitzer kennen gelernt, dann gesellten sich noch ein Malaysier und eine Indonesierin zu uns … warn paar echt gute Abende …

Schaut euch das Hotel und den Pool aber selbst an:

Hier noch ein paar Eindrücke der Dachterasse:

Die normale Abendbeschäftigung bestand meist zusätzlich noch aus der Lichtshow von Marina Bay Sands, bzw. aus kostenlosen Freiluftkonzerten von verschiedenen Bands, meist aus Umliegenden Ländern:

Tagsüber war immer Stadt unsicher machen angesagt, meist auf der Suche nach den Geschäften und Restaurants die nicht so touristisch sind, sondern auch von den Einwohnern genutzt werden, da gab es dann auch das lokale Essen zu richtig, richtig günstigen Preisen. Verschiedenste Stadtvirtel wie „little India“ und „Chinatown“ waren sehr interessant zu besichtigen, massenhaft Tempel, sowie andere kulturelle Sehenswürdigkeiten gab es zu begutachten … dies führt aber auch sehr schnell dazu, dass alles sehr reizüberflutend wird, also war auch sehr oft einfach nur in einem Cafe sitzen, quatschen oder Leute beobachten angesagt. Diese Reise steht bei mir auch unter dem Stern, dass ich sehr viele neue Sachen ausprobieren möchte, gerade in Sachen Esskultur der anderen Länder, aber auch Dinge wie Fallschirmspringen, Tauchen oder einem Wal eine in die Fresse hauen stehen auf der Liste … das Vieh wird zu Boden gehen, wie ein nasser Sack! 🙂 So kam es, dass ich auf eine Computer Expo besucht habe (jaja, sagt es ruhig … war ja klar) und da im Essensbereich habe ich einfach mal blind auf etwas gezeigt, der Typ an der Kasse konnte mich sowieso nicht verstehen und hat mir einfach mal etwas zusammen geschmissen … sah am Anfang noch recht lecker aus, aber am Ende würd ich es nicht nochmal versuchen wollen, doch seht selbst:

Es handelt sich um eine Art Suppe mit Nudeln und vier verschiedenen Fleischarten, sowie Gemüse etc. Drei davon konnte ich nicht zuordnen und eins war Ente, dazu Fleischbällchen, welche durchaus essbar waren 🙂 Ich habe alles probiert, aber kann nicht behaupten, dass das andere Fleisch geschmeckt hätte, aber naja, war auf jeden Fall eine Erfahrung wert 🙂

Eines Abends saßen wir wieder oben und ich unterhielt mich mit Azmil aus Kuala Lumpur und Yuni aus Indonesien über Gott und die Welt … da hat er mich gefragt, ob ich nicht zur Hochzeit seines  Bruders nach Malaysia rüber kommen wöllte, bis dahin waren noch ein paar Tage Zeit, ich hatte mich an Singapore sowieso schon satt gesehen und er hat mir auch gleich noch ein paar schöne einsame Inseln in seinem Heimatland empfohlen … Anfangs wusste ich gar nicht so recht wie ich reagieren sollte, aber ich habe mich sehr darüber gefreut und die Einladung gern angenommen. So kam es dazu, dass ich kurzerhand meinen Flug nach Bangkok verschoben habe und meinen Trip durch Malaysia began zu planen … Dazu aber mehr im nächsten Eintrag, soviel sei verraten … es war der absolute Wahnsinn 🙂

P.S. Das letzte Bild ist btw. nur für Marco gedacht, bitte gebt dem Jungen mal ein Stück Zucker von mir 🙂 Okay Schurzi und Thoralf sollten es auch verstehen 😀

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1 Response to Singapore is a fine city!

  1. Marco says:

    **MORE**Shops!!!!!!!!!!!!!!

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